http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,6788...
Hier Auszüge:
Mit der Forderung, den Jahren deutscher Bescheidenheit eine fünfzehn Jahre lange Phase deutscher Hochlohnpolitik folgen zu lassen, steht Flassbeck noch alleine da. "Ein Weg zu einer ausgeglicheneren Leistungsbilanz ist ein höherer Konsum", räumt zwar auch Deutsche-Bank-Ökonom Heinen ein. Aus seiner Sicht sollten dafür aber nicht unbedingt die Löhne steigen.
Anmerkung von mir:Sondern?
"Wir werden die Probleme innerhalb der Eurozone nicht über eine fehlerhafte, freigiebige Lohnpolitik in Deutschland lösen", sagt Stefan Schilbe, Chefvolkswirt von HSBC Trinkaus.
Deutschland und die EU seien nicht durch Zollmauern vom Weltmarkt abgeschottet, sondern stünden im globalen Wettbewerb: "Lohnsteigerungen würden sich nicht auszahlen, weil Arbeitsplätze dann noch rascher nach Asien verlagert werden. Und dann bricht der Konsum hierzulande erst richtig weg."
Anmerkung von mir:
Der Durchschnittschinese verdient ca 3000,00 € im Jahr, ist also durch dieses niedrige Niveau ohnehin von den euopäischen Löhnen abgekoppelt – da sehr niedrig, andere asiatische Staaten haben ein noch niedrigeres Lohnniveau. Wer sich für europäische Produkte entscheidet wird also eher auf die Eigenschaften des Produktes achten als auf den Preis.
10 Gründe für die Verschuldung Griechenlands.
http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/0,2828,PB64-SUQ9NTE...
Anmerkung von mir:
Aufgefallen ist in diesem Artikel insbesondere
eine im Rahmen des EU-Beitritts 1981 durch Rationalisierung hervorgerufene Deindustrialisierung, dadurch hervorgerufen eine negative Handelsbilanz, hohe Arbeitslosigkleit, Klumpenrisiken – jeder 5. Arbeitsplatz hängt am Tourismus. Der Tourismus hängt wiederum ab vom Wohlstand der anderen EU-Staaten, deren Bürger ihren Urlaub in Griechenland machen. Ein kostenintensives Bildungssystem, schlechte Infrastruktur durch wenige, aber große Industriezentren, hohe Korruption ( Ausgaben für Korruption 750 Mio € in 2008 ). Letztendlich verschlechterte sich die Lage Griechenlands durch die Abhängigkeit von Europa.
So kann man eine Nation destabilisieren. Zuerst Deindustrialisiere ich ein Land, vernichte damit Arbeitsplätze, schaffe hohe Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung. Weil kein Geld mehr da ist schwindet das Niveau der Gesundheitsversorgung, Bildung, Straßen usw., was wiederum dazu führt, daß bei - schlechten Transportwegen - die Industrie schwindet. Das zum Schluß Finanzinstitute wie Goldman Sachs dem ohnehin übeschuldeten Land Kredite geben für Gebühren weit im 2-stelligen Prozentbereich ist nur die Fortführung des eingeschliffenen fehlerhaften Systems.
So geht es dann fort
bis zum Staatsbankrott.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bafin-warnt-vor-Bankenpleiten-a...
Europa sollte darauf achten, daß im Rahmen der Industrialisierung Asiens nicht ähnliche Mechanismen kontinentweit greifen bzw eingerichtt werden. Notwendige Maßnahmen wäre eine kontinentalweite, einheitliche Steuerung des Marktes auf europäischer Ebene ( EU-Parlament ) und die Einrichtung eines die Wirtschaft tragenden Binnenmarktes. Also weg von der ressourcenverschwendenden, angebotsorientierten Marktwirtschaft, weg vom Neoliberalismus – der besagt, daß die Industrie die geschicke des Landes steuert, hin zu einem System, das dem Staat wieder erlaubt seiner Verantwortung für das Gemeinwohl der Bürger gerecht zu werden. Denn die Berücksichtigung der durch die unterschiedlichen Löhne hervorgerufenen Preisunterschiede zwischen asiatischen und europäischen Produkten wird die europäische Wirtschaft nur marginal beeinflussen.

