blogage.de > beissigel > Der Beissigel > Eintrag > 11. March 2010 > Generalstreik in Griechenland
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Generalstreik der Griechen um gegen Sparpläne von Ministerpräsident Papandreou zu protestieren. Die 2 größten Gewerkschaften des Landes rufen zum Generalstreik auf.

"Betroffen vom Streik sind die Ministerien, die Versicherungskassen, die Schulen, die Krankenhäuser, die Finanzämter und die Zollämter. Auch die Polizisten wollen um 18 Uhr vor dem Zentralgebäude der Griechischen Polizei am Alexandras-Boulevard protestieren. "

http://www.griechenland.net/

Außerdem alle öffenltlichen Verkehrsmittel und die Fluglinien.

Wenn es so weitergeht werden nur die Kinder eine Chance haben, wenn die Eltern reich sind, und das ist Schade, so eine Griechin.( HR Info - 11.03.2010 ).

Soweit der Nachtrag zu meinem Beitrag

"5% pa mehr Lohn für die Deutschen oder 25% weniger für die Griechen?" vom 09.03.2010

Das ist die Destabilisierung eines Landes wie im Lehrbuch. Zuerst sorgt man für die Abwanderung der Industrie, womöglich gezielt die zukunftsrelevanten Breiche, anschließend für ungerechte Vermögensverteilung.

http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/0,2828,51717,00.html

Die daraus resultierende schlechte Stimmungslage der Bevölkerung wird für allgemeinen Aufruhr, Demonstrationen, Sachbeschädigung ( brennende Autos, zerstörte Schaufensterscheiben ec ) genutzt. Die Hardliner füge ich zusammen zu einer im Untergrund agierenden Organisation, die dann durch V-Männer gesteuert bestimmte Ziele des öffentlichen Lebens beseitigt. In dieser Art und Weise arbeitete der CIA und KGB seit den 1970er Jahren, wie dies in Regine Igels Buch "Terrorjahre - Die dunkle Seite des CIA" anschaulich beschrieben wurde.  Durch die strategisch, zentrale Lage Italiens im Mittelmeerraum wurde Italien zum europäischen Bindeglied des CIA. Über Italien ließ sich der Frachtverkehr im Mittelmeer und die südlichen Anreinerstaaten des Mittelmeers kontrollieren. Dies war nach der Ölkrise 1972 notwendig geworden. Eine strategisch ähnlich zentrale Lage in einer politisch wichtigen Grenzregion nehmen heute Afghanistan, Pakistan und Georgien ein. Sie sind wichtig als strategischer Platz für die Armee als auch als Regionen, durch die Öl- und Gaspipelines geführt werden bzw. geplant sind - für die Infrastrukur ist das unablässig - außerdem ist das ein Milliardengeschäft.

Die Entwicklungen in Griechenland können als eine Möglichkeit betrachtet werden, wie die europäischen Destabilisierung durch die USA und die Tigerstaaten China und Indien betrieben werden kann.

Die EU selbst hat den Konkurrenten gezeigt wie es geht.

Dies sind Auswirkungen einer globalen, wettbewerbsgetriebenen, auf Konkurrenz basierenden Marktwirtschaft - Verdrängungswettbewerb, der vor Mord und Krieg aus Günden der Wirtschaftlichkeit nicht halt macht. Verdrängungswettbewerb, der aus freundschaftlichen Partnern ( Asien sichert heute durch seine Aufträge unsere Exportwirtschaft, damit unser wirtschaftliches Bestehen ) Todfeinde machen kann, die durch Hinterlist und Tücke innere Unruhe in den Kontinent treiben können.

Europa lebt seit 1945 weitgehend in innerem Frieden. Wie lange noch?

Eine Verminderung des Wettbewerbs, die Schaffung einer Konstruktiven wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf internationaler und nationaler Ebene - d. h. eine globale Aufteilung der Verantwortlichkeiten und Aufgaben bei Verminderung des Egoismus und Egozentrik kann einen solchen Frieden - vieleicht weltweit - sichern.

Wir haben - weltweit - genung zu essen, es gibt in der Welt genug Geld. Das weiß jeder Vermögensberater. Wir leben in einem Zeitalter der Überproduktion sodaß die Überschüsse in die unterversorgten Zonen der Welt geliefert werden können, an Lebensmitteln als auch an Industrie- und Verbrauchsgütern. Die Krisen der Welt bestimmen Verteilungsfragen keine Existenzfragen, denn es ist weltweit genug da, von allem.

Der Mexikaner Carlos Slim wurde 2010 zum reichsten Mann der Welt gekürt. Mexiko, ein Land, in dem es erst vor kurzem noch Unruhen gab, wel die Bevölkerung sich die Volksnahrung Tacco aufgrund zu teuerer Mehlpreise nicht mehr leisten konnte.

Das römische Reich ging zugrunde an Verteilungsfragen, weit verbreitete Armut und Wenige, die sehr viel Vermögen angehäuft hatten. Dies war die eigentliche römische Dekadenz, die dann die anderen Blüten wie Bildungsarmut, mangelnde innere Stabilität ec. vorantreibt, nachzulesen in jedem guten Geschichtsbuch - entgegengesetzt Gido Westerwelles Theorie.